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Das Auge: Aufbau und Funktion

Dichter besingen die Augen als Spiegel der Seele. Für Mediziner sind sie die komplexesten Sinnesorgane des Menschen. Der Augapfel hat einen Durchmesser von rund 24 Millimeter und wiegt etwa 7,5 Gramm. Gut geschützt sitzt das kugelige Organ in der Augenhöhle (Orbita), eingebettet in einem Mix aus Fett und Bindegewebe. Von außen ist das Auge mit einer Lederhaut umschlossen, die nach vorne hin in die transparente Hornhaut übergeht.

Grafische Darstellung des Auges mit erklärenden Begriffen

Sechs Muskeln bewegen es nach oben, unten, rechts oder links, sie lassen die Augäpfel im Uhrzeigersinn rollen oder auch mal dagegen. Der Sehnerv und die Nerven der Augenmuskeln sind die "Drähte" zum Gehirn. Die Farbe des Auges wird durch die Regenbogenhaut, im Volksmund auch Iris genannt, bestimmt. Die Netzhaut (Retina) ist die innerste Schicht der Augapfelschale. Sie beherbergt zwei Arten von Lichtsinneszellen: Stäbchen und Zapfen, die Lichtreize in Nervenimpulse umwandeln. Rund 120 Millionen Stäbchenzellen ermöglichen das Schwarz-Weiß-Sehen in der Dunkelheit. Zwischen sechs und sieben Millionen Zapfen bewerkstelligen das Farbensehen bei Tageslicht und Dämmerung. Die höchste Konzentration von Zapfen befindet sich im so genannten gelben Fleck (Makula) , der Netzhautregion des schärfsten Sehens.

Die Lider, die Brauen und die Wimpern bilden den optimalen Schutz für das komplexe Sehorgan, denn sie halten erfolgreich Staub und Schweiß von den empfindlichen Augen fern. Durch den Lidreflex wird die Iris zusätzlich vor Fremdkörpern aus der Luft geschützt und verteilt gleichzeitig die Tränenflüssigkeit, die durch die innen liegenden Tränen- und Talgdrüsen produziert wird.