Behandlungsmöglichkeiten
Trockene AMD
Bei der Diagnose „Trockene AMD“ sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Außer einer hochdosierten Vitamin-Therapie, wozu in den USA auch bereits Studien erschienen sind, gibt es keinerlei Möglichkeiten diese Form der Makuladegeneration zu therapieren.
Feuchte AMD
Bei der feuchten und auch aggressiveren Form der AMD gibt es mittlerweile äußerst erfolgsversprechende Behandlungsmöglichkeiten.
Oberstes Ziel jeder Therapie ist es, die neuen krankhaften Blutgefäße im Bereich der Makula und die Ansammlung von Flüssigkeit aus diesen Blutgefäßen zu unterbinden.
Bei der Laserphotokoagulation werden diese Stellen, an denen sich krankhafte Blutgefäße gebildet haben, mit Hilfe eines Laserstrahls verödet. Dies ist aber nur möglich, wenn sich die Gefäße nicht direkt im Bereich Makula befinden. Denn bei der Behandlung entstehen auch im intakten Gewebe Narben, die dem Sehen schaden.
Bei der Photodynamischen Therapie , kurz PDT genannt, wird in die Armvene ein ungiftiger lichtsensibler Farbstoff gespritzt. Dieser reichert sich in den krankhaften Gefäßen an und wird anschließend mittels Laserlicht aktiviert. Dadurch werden die Gefäße gezielt verödet ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.
In den vergangenen Jahren konnten wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Überangebot des Wachstumsfaktors VEGF (Vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) eine sehr wichtige Ursache für die Entstehung der feuchten AMD ist. Es handelt sich dabei um ein Eiweißmolekül, das auch in der Netzhaut produziert wird und dort eine Bildung neuer Blutgefäße fördert. Einen neuen und sehr Erfolg versprechenden Behandlungsweg verfolgt man daher nun mit Medikamenten, durch die dieser Wachstumsfaktor ausgeschaltet werden kann.
Das erste zugelassene Medikament dieser Art ist Macugen® (Wirkstoff Pegaptanib). Macugen® verhindert damit die krankhafte Neubildung von Blutgefäßen auf der Netzhaut und kann das Fortschreiten des Sehverlustes unterbinden. Damit Macugen seine Wirkung entfalten kann, muss das Medikament direkt in das Auge injiziert werden. Es handelt sich dabei allerdings um einen schmerzfreien Eingriff, der ambulant unter Reinraumbedingungen vorgenommen werden kann. Um die volle Wirksamkeit zu gewährleisten muss die Injektion alle sechs Wochen über einen längeren Zeitraum wiederholt werden und bedarf einer regelmäßigen Nachkontrolle durch den Augenarzt.


