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6. Nationale Aktionswoche gegen Glaukom und Makuladegeneration vom 5. bis 10. Mai 2008

Nationale Aktionswoche gegen Glaukom und Makuladegeneration

Unwissenheit kann blind machen

(dgk) Schätzungsweise ein bis zwei Millionen Bundesbürger leben unerkannt mit einem zu hohen Augendruck und dem Risiko, am Grünen Star (Glaukom) zu erkranken. Ebenso viele sind von der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) betroffen. Die Aktionswoche im Mai will aufklären und zur Vorsorge aufrufen.

Unter dem Motto „Unwissenheit kann blind machen“ rufen das Deutsche Grüne Kreuz e. V., die Patientenvereinigung Initiative Auge e. V. und der Bundesverband Augenärztlicher Diagnostik Centren e. V. (BADC) mit der 6. Nationalen Aktionswoche gegen den Grünen Star und AMD die Bevölkerung vom 5. bis 10. Mai 2008 zur Früherkennung der Augenkrankheit Grüner Star auf.

Dass ein zu hoher Blutdruck das Herz-Kreislaufsystem schädigen kann, dürfte den meisten Menschen bekannt sein. Weitaus weniger wissen allerdings um die Gefahr, die von einem Überdruck im Inneren des Auges für das Sehvermögen ausgeht. Etwa eine Million Bundesbürger sind schon am Glaukom erkrankt, mindestens eine weitere Million Menschen leben mit einem noch nicht entdeckten, aber gefährlich hohen Augeninnendruck, der unbehandelt das Augenlicht kosten kann.

Wie hoch das persönliche Risiko tatsächlich ist, kann nur durch eine eingehende Früherkennungsuntersuchung beim Augenarzt herausgefunden werden. Doch diese Chance wird in Deutschland noch viel zu selten genutzt. Ein Grund dafür ist wohl, dass die Kosten der Früherkennung seit einigen Jahren nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden. Die Veranstalter der Aktionswoche wollen deshalb das Problembewusstsein in der Bevölkerung schärfen und die Menschen zur Übernahme von mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit motivieren. „20 Euro sollte die Gesundheit der Augen Wert sein“, meint Dr. Ingolf Dürr vom Deutschen Grünen Kreuz.
 
Ergänzend zur Glaukom-Aufklärung soll während der diesjährigen Aktionswoche auch über die Risiken der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) informiert werden. Bei der AMD handelt es sich um eine chronisch fortschreitende Netzhauterkrankung. Die Krankheit äußert sich dadurch, dass in der Blickmitte die Sehschärfe immer mehr abnimmt, Farben verblassen, gerade Linien erscheinen krumm. Breiten sich die Netzhautschäden weiter aus, nimmt man im Mittelpunkt des Blickfeldes nur noch einen grauen Fleck war, Gesichter werden nicht mehr erkannt, Lesen oder Autofahren ist kaum mehr möglich.

Im Aktionszeitraum können sich Ratsuchende und Interessierte bei Augenärzten, Augendiagnostikcentern sowie zahlreichen Gesundheitsämtern und Apotheken über das Krankheitsbild Glaukom, die Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlungsmöglichkeiten des Grünen Stars informieren. Tage der offenen Tür und Vortragsveranstaltungen in Augendiagnostikcentern und Augenklinken ergänzen das Informationsprogramm.

Hintergrund-Informationen zum Grünen Star

Was passiert beim Glaukom?
Der Grüne Star raubt das Augenlicht schleichend und heimtückisch. Das Sehvermögen verschwindet erst punktuell, dann breiten sich die Lücken im Gesichtsfeld flächenartig aus. Verantwortlich hierfür ist ein zu hoher Augeninnendruck, der allmählich die empfindlichen Sehnervenfasern vernichtet. Schmerzen treten keine auf, scharf Sehen können die Betroffenen oft auch noch lange, weshalb sie die Krankheit meist erst viel zu spät bemerken. Was bis dahin aber am Sehnerv zerstört wurde, lässt sich auch durch die beste Therapie nicht wiederherstellen. Frühzeitig entdeckt und mit modernen Medikamenten wirksam behandelt kann der Krankheitsverlauf jedoch zumeist gestoppt und das Augenlicht erhalten werden. Wer über 35 Jahre alt ist, sollte deshalb alle ein bis zwei Jahre zur Kontrolle beim Augenarzt vorbeischauen. Spezielle Augendiagnostikcenter (ADC) bieten darüber hinaus modernste Verfahren zur Glaukom-Früherkennung und zur Therapiekontrolle an.

Ansprechpartner im Organisationsbüro der Nationalen Aktionswoche
beim Deutschen Grünen Kreuz e. V.:

Dr. Ingolf Dürr
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr@kilian.de